Geschichten

Wendy Osazuwa Edegbe
18.05.2018 - 30.10.2021

Zutiefst bestürzt und sprachlos trauern wir um die kleine Wendy Osazuwa Edegbe, 3 Jahre, die am 30. Oktober 2021 starb. Unsere Gedanken sind bei der Familie. Mit Geldspenden wollen wir die Familie auf der Suche nach Antworten unterstützen, warum die kleine Wendy sterben musste.

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Deeply shocked and speechless, we mourn little Wendy Osazuwa Edegbe, 3 years old, who died on October 30, 2021. Our thoughts are with the familiy. With donations we want to support the family in their search for answers why little Wendy had to die.

Wir danken für Spenden unter dem Stichwort "Wendy"!

2019

dEN sCHRECKEN DER fLUCHT ENTKOMMEN

Frau S., 31 Jahre, kam im Sommer 2016 mit dem Boot aus Libyen über Italien nach Deutschland. In Libyen und Italien wurde Frau S. mehrfach misshandelt, missbraucht und vergewaltigt. Während des Aufenthaltsverfahrens wurde Frau S. krank und sie wurde HIV-positiv diagnostiziert. Im Aufenthaltsverfahren wurde Frau S. vom Bundesamt für Migration fünf Mal zur Rückreise nach Italien aufgefordert.

 

Dann kam Frau S. über Empfehlungen zur Sozial- und Rechtsberatung in die Beratungsstelle für Geflüchtete „Der Laden“. Durch private Initiative konnte ihr ein Rechtsbestand an die Seite gestellt werden, der endlich ein Abschiebeverbot erwirken konnte. Jetzt ist Frau S. in einem Gesundheitsprogramm für HIV-Infizierte und besucht den Integrationskurs. Ihr physischer und psychischer Zustand hat sich inzwischen bemerkenswert stabilisiert und sie lernt zielstrebig die deutsche Sprache.

2018

SEPSIS BESIEGT

Herr E., 24 Jahre, kam im September 2015 zu Fuß aus Syrien nach Deutschland. Er flüchtete gemeinsam mit seinem Bruder. Herr E. litt während der über 40 Tage andauernden Flucht an einer beginnenden Sepsis in der linken Hüfte und konnte die Flucht nur an Krücken bewältigen. An manchen Tagen mussten ihn sein Bruder und andere Menschen lange Strecken tragen. Herr E. bekam vergleichsweise schnell den Asylstatus zugesprochen, allerdings wurde ihm die Behandlung seiner Sepsis aus Kostengründen verwehrt. Es fanden viele Untersuchungen in der Frankfurter Uniklinik, im BG-Krankenhaus und der Uni-Klinik Gießen statt. Jedesmal verwehrten das Sozialamt und das Jobcenter die Übernahme der OP-Kosten. Er wurde jedoch stets darauf hingewiesen, die Operation in den kostengünstigeren Niederlanden durchführen zu lassen.

 

Herr E. kam schließlich zur Berufswege-Beratung in die Beratungsstelle für Geflüchtete „Der Laden“. Durch eine private Initiative konnte für Herrn E. ein Arzt in Hamburg und ein septischer OP-Saal gefunden und bezahlt werden. Heute ist Herr E. nach zwei Operationen gesund (die zweite OP wurde schließlich von der Krankenkasse bezahlt) und hat lediglich eine sehr leichte Gehbehinderung zurückbehalten. Herr E. ist seit Sommer 2018 an der Universität Frankfurt eingeschrieben und studiert Informatik und Physik.

2018

Motiviert IN DEN REALSCHULABSCHLUSS

Herr K., 23 Jahre, kam im September 2015 aus Eritrea nach Deutschland. Ihm wurde die Eigenschaft „berechtigt asylsuchend“ zugewiesen. Nach Anerkennung des Asylstatus hat Herr K. mehrere Sprachkurse und Sprachförderkurse sowie PC-Kurse besucht mit dem großen Ziel, seinen Realschulabschluss zu machen, weil das staatliche Schulamt in Darmstadt den eritreischen Realschulabschluss nur teilanerkannt hat.

 

Herr K. befindet sich nun in einem entsprechenden viersemestrigen Programm. Neben der Abendschule arbeitet Herr K. in einen Minijob als Lagerist. Im Dezember 2018 hat sich Herr K. an den Verein mit der Bitte um Unterstützung für Nachhilfeunterricht gewandt, da er große Probleme hatte, dem Unterrichtsstoff sprachlich zu folgen. Im Juli 2019 legte uns Herr K. sehr gute Zeugnisnoten vor. So motiviert wie Herr K. ist, wird er den Realschulabschluss sicher meistern!

2019

VON Argentinien nach München

Herr P., 38 Jahre, kam Anfang 2019 mit einem 1-Jahres-Visum aus Argentinien nach Deutschland, um Arbeit zu finden. Sein Abschluss als Diplom-Elektroingenieur und seine Berufsnachweise wurde vom Regierungspräsidium Darmstadt anerkannt. Herr P. hat erst eigenständig Deutsch gelernt und dann regelmäßig den Deutschunterricht für Fortgeschrittene in der Beratungsstelle für Geflüchtete „Der Laden“ besucht. Im Sommer 2019 bat Herr P. den Verein Helfen.Hilft.Punkt! e.V. um Unterstützung bei der Finanzierung eines B 2-Kurses an der Volkshochschule, um seinen Sprachstand zertifiziert zu bekommen. Dieses Zertifikat ist für die Arbeitssuche sehr wichtig.

 

Im August 2019 war Herr P. endlich erfolgreich. Er konnte sofort bei einer großen Firma im Münchner Umland als Netzwerkadministrator anfangen. Seine Sprachkompetenzen (Englisch, Spanisch, Portugiesisch) sowie die belegte Anmeldung zum B 2-Deutschkurs sorgten dafür, dass er als einziger Bewerber die Anforderungen des Stellenprofils erfüllen konnte.

2019

demNÄCHST WEITERE GESCHiCHTEN...

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